Die Bäume im Garten Eden – Johanna Dippl -

- aus der Artikelreihe “Wahrhaftige Liebe” -

Wie ich euch in meinem letzten Artikel geschrieben habe möchte ich mir in den folgenden Wochen einige spezielle Begebenheiten aus dem Wort Gottes mit euch ansehen. Begebenheiten, die unseren menschlichen Verstand übersteigen und dennoch – oder vielleicht aus gerade diesem Grund – in Gottes vollkommener Liebe geschehen sind …….

1. Mose 2, 9 “Und Gott, der Herr, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen”

Im vorherigen Vers 8 desselben Kapitels lesen wir, dass Gott, der Herr, einen Garten pflanzte und dort den von Ihm geschaffenen Menschen hineinsetzte. Auf diesem Fleckchen Erde, im Garten Eden, ließ Gott nun also allerlei Bäume wachsen. Das liest sich gut …. allerlei Bäume … begehrenswert anzusehen und auch noch gut zur Nahrung. Und zum krönenden Abschluss setzte Er dann auch noch den Baum des Lebens in die Mitte des Gartens. WOW!
Wie wunderbar wäre das alles gewesen, hätte es da nicht diesen Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen gegeben ……

Gott spricht in 1. Mose 2 Vers 16 zu dem Menschen, den er Adam nannte “von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!”

Wieviele von uns haben sich schon gefragt, weshalb Gott wohl diesen Baum, der Adam zum Verhängnis werden sollte, ebenfalls in den Garten Eden gepflanzt hatte? Ist Gott denn nicht ein liebender Vater, der seine Kinder nicht zur Versuchung reizt? Wusste Er denn nicht, dass der Mensch schwach werden konnte? Hätte Er nicht einfach auf den Baum dieser Erkenntnis verzichten können und dem Teufel – der Schlange – so erst gar nicht die Möglichkeit gegeben, den Menschen zu verführen?

DAS wäre doch wahre Liebe gewesen, oder? Denn so hätte Er die Menschheit schließlich davor bewahrt, von Ihm abzufallen und die teuflische, gefallene Natur Satans hätte nicht in den Menschen einziehen können ……

Unser menschlicher Verstand sagt uns, wir selbst hätten alles mögliche dafür getan, unsere geliebten Kinder vor solcher Versuchung zu bewahren. Denn dann hätten wir niemals auf die Gemeinschaft mit ihnen verzichten müssen.
Doch in Jesaja 55, 8 spricht Gott schon zu uns “denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege” Und das ist gut so!

Gott, unser Vater, hat uns nur ein wenig niedriger geschaffen als sich selbst. In Psalm 8, 6 lesen wir “denn du hast ihn (den Menschen) wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht krönst du ihn”.
Das hebräische Wort ‘Elohim’, das hier an dieser Stelle verwendet wird, finden wir auch im 1. Mose 1,1. Hier heißt es “Im Anfang schuff ‘Gott’ ….” Auch hier benutzt man das hebräische Wort ‘Elohim’. Aus diesem Grund können wir davon ausgehen, dass Psalm 8, Vers 6 uns sagt, dass Gott uns nicht nur ein wenig geringer als die Engel sondern ein wenig geringer als sich selbst geschaffen hat. Hallelujah!!!

Er wollte Kinder. Kinder, die in Seinem Ebenbild geschaffen, Ihm ähnlich sind (1. Mose 1, 26) und mit denen Er liebende Gemeinschaft pflegen konnte. Er wünschte sich Kinder, die auf Sein Wort vertrauen und danach handeln. Doch Er wollte, dass sie es freiwillig tun. So schuf Er sie mit einem eigenen Willen. Sie konnten sich entscheiden. Im 1. Mose Kapitel 3 können wir den Sündenfall nachlesen. Wir sehen dort, wie Eva sich von der Schlange verführen lässt und auch Adam von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen gibt. Die geistige Gemeinschaft mit Gott war ab diesem Zeitpunkt zerstört und die sündige Natur Satans zog in den Menschen ein.

War es nun Liebe, dass Gott diesen Baum, der letztendlich für all dies Verderben hier auf Erden mitverantwortlich ist, vor die Augen Adams und Evas setzte?

JA!

Es war Seine reine wahrhaftige Liebe! Denn Gott wünschte sich als Vater Kinder. Kinder, die aus freiem Willen “ja” zu Ihm sagen und aus Liebe zu Ihm mit Ihm Gemeinschaft haben.
Stell dir mal vor, ein von dir geliebter Mensch würde nichts mehr für dich empfinden und er würde keine Zeit mehr mit dir verbringen wollen. Selbst wenn es in deiner Macht stehen würde, seine Gefühle für dich wieder hervorzuproduzieren, würdest du es nicht wollen, oder? Gott wollte den Menschen nicht schaffen und über ihn bestimmen, dass sie Ihn lieben würden. Das wären Roboter gewesen jedoch keine Kinder.
Liebe lässt frei – Gott, unser Vater, lässt frei! Und deshalb gab Er dem Menschen die Wahl – der Baum des Lebens oder der Baum der Erkenntnis – letztendlich der Baum des Todes.
Hätten sie vom Baum des Lebens gegessen, wie Gott ihnen zu tun erlaubte, wäre ihnen ewiges Leben zuteil geworden.

Doch die Liebe unseres himmlischen Vaters ist ja viel größer, als wir erdenken können. Hatte Er doch bereits alle Vorkehrungen getroffen, um dem Menschen abermals die Möglichkeit zu geben, sich für Ihn zu entscheiden ……………

Bis zur nächsten Woche!

Eure Johanna

 

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